Terroir

KLIMA

Das Klima spielt eine entscheidende Rolle bei der Entstehung des Weins. Weintrauben bevorzugen das gemäßigte Klima um gut zu gedeihen. Aus diesem Grund ist das Burgenland das perfekte Gebiet um ausgezeichneten Wein zu produzieren.
Kalte aber schneearme Winter sowie heiße eher trockene Sommer sind charakteristisch für das pannonische Klima des Nordburgenlandes. Die Temperaturen rund um den Neusiedlersee können von beinahe 40°C im Sommer und bis zu -20°C im Winter schwanken.

Bei der Entwicklung des Weines ist die Intensität der Sonneneinstrahlung ein wichtiger Faktor. Je mehr Sonne, desto höher ist der Zuckerwert der Traube. Hohe Zuckerwerte mindern den Gehalt der Säure was zu höheren Alkoholwerten im Wein führt. Umgekehrt entstehen alkoholarme Weine mit feinem Bukett in sonnenarmen Jahren.

Die Qualität des Weines ist aber natürlich nicht nur vom Wetter abhängig. Der Weinbauer zeigt sein Können indem er den richtigen Lesezeitpunkt feststellt und mit viel Liebe und Erfahrung die Traube von der Rebe in die Flasche und dann in Ihr Glas bringt.
Das Weingut Robitza in Oslip hat inzwischen schon mehr als 100 Jahre Erfahrung in der Weinproduktion und bietet Qualität auf die man sich verlassen kann.


GEOLOGIE

Das Burgenland stellt geologisch eine Brücke zwischen den Ostalpen und den Westkarpaten und zwischen Alpen und Pannonischem Raum dar. Kommt man aus der Ungarischen Tiefebene fängt hier die Welt an gebirgig zu werden. Für jene aus dem Alpenvorland flacht sich das Land hier massiv ab. Auch das Klima wechselt vom atlantisch beeinflussten Klimaraum zum Pannonischen Klimaraum.

Unmittelbar bei Eisenstadt verläuft eine Störungslinie. Die Bewegungen der Erdkruste finden in Erdbeben Ausdruck. Hier hat sich ein gewaltiges geologisches Geschehen vollzogen. Vor ca. 11 Mio. – 15 Mio. Jahren bedeckte ein flaches, warmes Meer, der Pannonische See, das Gebiet von den Ausläufern der Alpen bis zu den Karpaten. Die Ablagerungen dieses Meeres bilden die Grundlage der heutigen Böden. Was vor Jahrmillionen ein
seichtes Meer war, ist heute als Intermontanes Becken (Wiener Becken, Eisenstädter Becken) sichtbar. Dabei wird das Eisenstädter Becken als Randbucht des Wiener Beckens angesehen.
Diese Becken sind durch Dehnung und Zerrung des Untergrundes am Übergang der Alpen zu den Karpaten vor rund 16 Millionen Jahren entstanden. Der Alpen- und Karpantenkörper, der vormals zusammenhängend war, sackte (bis zu 5 km tief) ab. Der dadurch entstandene Sedimentationsraum bestand über einen Zeitraum von rund 10 Mio. Jahren. Die Sedimentfüllung reicht von einer Abfolge von Meeresablagerungen über verschiedene Zwischenstadien bis hin zur endgültigen Verlandung. Die verbreitetsten und wichtigsten Sedimente wurden von Flüssen abgelagert, die, aus dem Alpenraum kommend, in den Becken Schotter und teilweise auch feineres Sediment ablagerten (ca. vor 2 Mio. Jahren).

Das Leithagebirge besteht in seinem Kern aus sehr alten kristallinen Gesteinen (verschiedene Schiefer, Gneise). Diese sind in ihrem Ursprung älter als 290 Mio. Jahre. Der kristalline Anteil des Grundgebirges gehört zum Nordostsporn der Zentralalpen und nimmt den Raum des Rosalien- und Leithagebirges, Wechselgebietes, das Bernsteiner Bergland und den südlichen Teil der „Buckligen Welt“ ein. Die Grobgneiseinheit des Leithagebirges setzt sich in den Westkarpaten fort.
Im Raum Eisenstadt wird dieser Kern von Kalkstein, Ton, Sand, Sandstein und Kies umrahmt (anders als im Raum Hornstein – Wimpassing, wo Meta-Sedimente überlagern).
Vor ca. 16 Mio. Jahren (Badenium) waren weite Teile des Leithagebirges überflutet (Art Insel im Meer). In diesem seichten Meer wurde der „Leithakalk“ abgelagert. Die Kalke bestehen zu einem Großteil aus fossilen Kalkrotalgen. (Verwendung als Baumaterial z.B.: Kellergassen).
Leithakalk, Kalk und Kalksandstein kommen im Bereich des Leithagebirges (Hornstein, Lebzelterberg, Müllendorf, zwischen St. Georgen bei Eisenstadt und Donnerskirchen und in der Umgebung von Kaisersteinbruch) vor.
Darauf folgend wurden Ton, Tonmergel, Sand und Kies vor ca. 8 bis 16 Mio. Jahren im Laufe der Verlandung des Meeres zu einem Binnensee abgelagert (Fossilinhalte). Die Ablagerung von Sand, Terrassenschotter, Löss, Lösslehm, Flugsand, die Sedimentation von Hangschutt, Schwemmflächen und Talfüllungen reicht von ca. 2 Mio. Jahren bis in die Jetztzeit, ebenso wie die Bodenbildung.